Zivilrecht
Bereicherungsrecht
Die Nichtleistungskondiktion
Nichtleistungskondiktion - Verfügung eines Nichtberechtigten (§ 816 Abs. 1 S. 1 BGB)
Schema: Nichtleistungskondiktion - Verfügung eines Nichtberechtigten (§ 816 Abs. 1 S. 1 BGB)
15. April 2025
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Wie prüfst Du die Nichtleistungskondiktion nach § 816 Abs. 1 S. 1 BGB?
Entgeltliche Verfügung
Eine Verfügung ist jede Aufhebung, Übertragung, Belastung oder Inhaltsänderung eines bestehenden Rechts. Entgeltlichkeit bedeutet, dass für die Leistung (hier Verfügung) eine Gegenleistung erbracht wird.
Eines Nichtberechtigten
Berechtigter ist nur der Rechtsinhaber oder eine von diesem zur Verfügung ermächtigte Person.
Wirksamkeit der Verfügung
Die Wirksamkeit der Verfügung kann sich aus einem gutgläubigen Erwerb des Verfügungsempfängers (§§ 929 S. 1, 932 BGB) oder aus einer Genehmigung (§ 185 Abs. 2 S. 1 Alt. 1 BGB) der Verfügung durch den Berechtigten ergeben.
Rechtsfolge: nichtberechtigt Verfügender muss Erlangtes an Berechtigten herausgeben.
Der Bereicherungsgläubiger kann über § 816 Abs. 1 S. 1 BGB nur die Gegenleistung herausverlangen, die der Nichtberechtigte für die Verfügung erhalten hat. Das gilt selbst dann, wenn diese weniger wert ist als das durch die Verfügung Verlorene. Im Übrigen gelten §§ 818ff. BGB.
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