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T sieht, dass der ihm verhasste O auf einer Treppe das Gleichgewicht verliert. Er hält den D davon ab, O den nötigen Halt zu geben, so dass O die Treppe herunterfällt und sich verletzt. Wenn D geholfen hätte, hätte O sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht verletzt.

Einordnung des Falls

Treppensturz

Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 1 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt

1. Indem T den D daran gehindert hat, O zu stützen, hat er kausal Os Verletzung verursacht.

Diese Rechtsfrage lösen [...Wird geladen] der Jurist:innen in Studium und Referendariat richtig.

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Genau, so ist das!

Die Rspr und hL bestimmt die Kausalität überwiegend nach der Äquivalenztheorie (= conditio-sine-qua-non-Formel). Eine Handlung ist danach kausal, wenn sie nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele. Hypothetische Reserveursachen bleiben außer Betracht. Etwas anderes ergibt sich bei hypothetisch rettenden Kausalverläufen: Unterbricht der Täter einen konkreten, auf das Opfer zulaufenden Kausalverlauf, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Rettung geführt hätte, ist dieser im Rahmen der conditio-sine-qua-non-Formel hinzuzudenken.Hätte T den D nicht zurückgehalten, hätte D dem O Stabilität gegeben und O mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gerettet.

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