+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)

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T sieht zufällig seinen Rivalen O vor ihm an der Supermarktkasse stehen. Er entschließt sich spontan, O einen Denkzettel zu verpassen. Dazu schlägt er O von hinten nieder.

Einordnung des Falls

Bloßes Ausnutzen des Überraschungsmomentes

Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 1 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt

1. T hat die Körperverletzung zum Nachteil des O "mittels eines hinterlistigen Überfalls" (§ 224 Abs. 1 Nr. 3 StGB) begangen.

Diese Rechtsfrage lösen [...Wird geladen] der Jurist:innen in Studium und Referendariat richtig.

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Nein!

Ein Überfall ist ein plötzlicher, unerwarteter Angriff auf einen Ahnungslosen. Der Überfall ist hinterlistig, wenn der Täter planmäßig und in einer auf die Verdeckung seiner wahren Absichten berechnenden Weise handelt, um dadurch dem Angegriffenen die Abwehr zu erschweren. BGH: Ein Überfall sei nicht bereits dann hinterlistig, wenn der Täter für den Angriff auf das Opfer nur ein spontanes Überraschungsmoment ausnutze. Er müsse seine Angriffsabsicht planmäßig verbergen. Dies fehlt bei Ts plötzlichem Angriff von hinten.

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