+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)

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A unternimmt mit dem SUV seines Vaters eine Spritztour auf der Elbchaussee. Er fährt ordnungsgemäß, aber ohne Fahrerlaubnis. Auf der Höhe des Fähranlegers Teufelsbrück fährt er die ihm vor den Wagen springende Rentnerin R tot.

Einordnung des Falls

Ohne Fahrerlaubnis (Schutzzweck der Norm)

Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 1 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt

1. A ist der Tod der R objektiv zuzurechnen.

Diese Rechtsfrage lösen [...Wird geladen] der Jurist:innen in Studium und Referendariat richtig.

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Nein!

Objektiv zurechenbar ist ein Erfolg, wenn durch das Verhalten des Täters (1) eine rechtlich missbilligte Gefahr geschaffen worden ist, die (2) sich im tatbestandsmäßigen Erfolg realisiert. Von einer rechtlich missbilligten Gefahr für diesen Fall ist nur dann auszugehen, wenn die verletzte Verhaltensnorm gerade dem Schutz des betreffenden Rechtsguts dient (Schutzzweck der Norm).A hat keine Gefahr für diesen Fall geschaffen. Der Schutzbereich der Fahrerlaubnispflicht erstreckt sich nicht auf die Verhinderung der hier gegebenen Todesverursachung. Die Fahrerlaubnis soll allein sicherstellen, dass der Verkehrsteilnehmer sich ordnungsgemäß im Straßenverkehr bewegen kann.

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