Strafrecht

Strafrecht Allgemeiner Teil

Fahrlässigkeit

2. Heroinspritzenfall (Fremdgefährdung)

2. Heroinspritzenfall (Fremdgefährdung)

6. April 2025

3 Kommentare

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+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)

Jurafuchs

Der alkoholabhängige A möchte mit B Heroin konsumieren. Da seine Hände so zittern, bittet er B, ihm die Spritze zu setzen. Kurz nach der Injektion stirbt A an einer Heroinintoxikation, die sein Atemzentrum lähmt.

Diesen Fall lösen [...Wird geladen] der 15.000 Nutzer:innen unseres digitalen Tutors "Jurafuchs" richtig.

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Einordnung des Falls

2. Heroinspritzenfall (Fremdgefährdung)

Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 1 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt

1. A hat sich eigenverantwortlich selbst gefährdet.

Nein!

Maßgebliches Abgrenzungskriterium zwischen der Beteiligung an einer eigenverantwortlichen Selbstgefährdung (straflos) und einer einverständlichen Fremdgefährdung (strafbar) ist die Trennungslinie zwischen Täterschaft und Teilnahme. Tatherrschaft ist das vom Vorsatz umfasste in den Händen Halten des tatbestandsmäßigen Geschehensablaufs. Indem B dem A die Spritze gesetzt hat, hielt er (und nicht A) den Geschehensablauf in den Händen. B ist der Tod des A objektiv zuzurechnen.
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