+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)

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A und B sind Hobby-Fußballspieler in zwei örtlichen Seniorenmannschaften. Beim traditionellen Sonntagsspiel bringt A den B durch ein leichtes Foul zu Boden. Dabei zieht sich B einen Achillessehnenriss zu.

Einordnung des Falls

Sportrisiko als erlaubtes Risiko

Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 2 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt

1. A ist der Körperverletzungserfolg objektiv zuzurechnen.

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Nein, das ist nicht der Fall!

Objektiv zurechenbar ist ein Erfolg, wenn der Täter (1) eine rechtlich missbilligte Gefahr geschaffen und (2) sich genau diese Gefahr im Erfolg realisiert hat. Leichte Gefährdungen anderer durch Regelverstöße beim Sport (z.B. normale Fouls beim Fußballspiel) fallen noch ins erlaubte Risiko, sog. Sportrisiko. Sie sind insofern sozialadäquat.Indem A den B beim Spiel gefoult hat, hat A noch keine rechtlich missbilligte Gefahr geschaffen.

2. A hat die Körperverletzung des B kausal verursacht.

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Ja, in der Tat!

Rspr. und hL bestimmen die Kausalität überwiegend nach der Äquivalenztheorie (= conditio-sine-qua-non-Formel). Eine Handlung ist danach kausal, wenn sie nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.Hätte A den B nicht gefoult, wäre B nicht an der Sehne verletzt.

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