+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)

Jurafuchs
Tags
Lernplan ZR Kleiner Schein (100%)
Lernplan BGB AT (100%)
Lernplan Examen - alle (100%)

A bringt seiner Freundin F einen Elefanten und schenkt ihr, weil sie Elefanten so liebe. F ist überrumpelt und unschlüssig, ob sie das will.

Einordnung des Falls

Schenkung (Zweiseitiger Vertrag)

Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 1 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt

1. A hat der F den Elefanten rechtswirksam geschenkt.

Diese Rechtsfrage lösen [...Wird geladen] der Jurist:innen in Studium und Referendariat richtig.

...Wird geladen

Nein, das trifft nicht zu!

Niemand soll sich gegen seinen Willen etwas schenken lassen müssen. Deshalb ist die Schenkung ein Vertrag (= zweiseitiges Rechtsgeschäft) und nicht etwa ein einseitiges Rechtsgeschäft, obwohl die Schenkung nur den Schenker, nicht aber den Beschenkten zu einer Leistung verpflichtet. § 516 Abs. 1 BGB verlangt, dass "beide Teile darüber einig sind, dass die Zuwendung unentgeltlich erfolgt". Ein Vertrag kommt durch mindestens zwei inhaltlich übereinstimmende, mit Bezug aufeinander abgegebene Willenserklärungen zustande (Angebot und Annahme, §§ 145ff. BGB). F hat das Schenkungsangebot des A nicht angenommen.

Jurafuchs kostenlos testen


TeamRahad 🧞

TeamRahad 🧞

18.3.2021, 08:35:25

Sehr coole Fall-Idee! 😅

GEL

gelöscht

18.3.2021, 08:39:55

Danke TeamRahad! 😁

GEL

gelöscht

18.3.2021, 08:39:57

Danke TeamRahad! 😁


© Jurafuchs 2024