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Weltrechtsprinzip – Strafverfolgung wegen Staatsfolter in Syrien

Schwerpunktbereich
einfach
schwer
9. Mai 2023
10 Kommentare

Sachverhalt

Reduziert auf das Wesentliche
Jurafuchs Illustration: Das Bild zeigt links einen Gerichtsprozess in Deutschland und rechts Proteste gegen den syrischen Machthaber Assad 2011
2011 nimmt E, Mitarbeiter des syrischen Geheimdiensts, Demonstranten gegen das syrische Assad-Regime fest. E bringt sie in ein für systematische Folter berüchtigtes Gefängnis. Die dort drohenden Misshandlungen nimmt E billigend in Kauf. In Deutschland wird E verhaftet und angeklagt.

Einordnung

Das Urteil des OLG Koblenz im ersten Strafprozess wegen staatlicher Folter in Syrien wurde von Politikern, Menschenrechtsorganisationen und Opfern des Bürgerkriegs als "Meilenstein im Völkerrecht" und "Signal im Kampf gegen Straflosigkeit" gefeiert. Anwar R., ein syrischer Staatsbürger, wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt, darunter die Verantwortung für die Folter von mindestens 4.000 Menschen in einem Gefängnis des General Intelligence Directorate in Damaskus. Das Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit im internationalen Strafrecht ermöglicht die Verfolgung möglicher Kriegsverbrechen, die von Ausländern in anderen Ländern begangen wurden.

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