Zivilrecht
BGB Allgemeiner Teil
Geschäftsfähigkeit
§ 107 BGB, Grundfall: Ausdrückliche Einwilligung an den Minderjährigen wurde erteilt
§ 107 BGB, Grundfall: Ausdrückliche Einwilligung an den Minderjährigen wurde erteilt
4. April 2025
2 Kommentare
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+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)
Das Kaninchen Krümel der 8-jährigen K hat Nachwuchs bekommen. Mit Einverständnis ihrer Eltern klingelt K bei verschiedenen Nachbarn und bietet ihnen die Kaninchenbabies zum Kauf an.
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Einordnung des Falls
§ 107 BGB, Grundfall: Ausdrückliche Einwilligung an den Minderjährigen wurde erteilt
Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 4 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt
1. Die K ist nur beschränkt geschäftsfähig (§ 106 BGB)
Ja!
Jurastudium und Referendariat.
2. Der Abschluss eines Kaufvertrags mit einem Nachbarn über ein Kaninchenbaby ist für K lediglich rechtlich vorteilhaft (§ 107 BGB).
Nein, das ist nicht der Fall!
3. Die K benötigt die Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters (§ 107 BGB). Ihre gesetzlichen Vertreter sind ihre Eltern.
Ja, in der Tat!
4. Indem die Eltern der K damit einverstanden waren, dass K ihre Kaninchenbabies an Nachbarn verkauft, haben sie eine Einwilligung zum Verkauf nach § 107 BGB erteilt.
Ja!
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Fragen und Anmerkungen aus der Jurafuchs-Community
Stella2244
12.12.2024, 17:41:30
Was passiert, wenn nur ein Elternteil einwilligt, der andere Teil aber nicht?

Paulah
13.12.2024, 12:07:02
Bei rechtlich nachteilhaften
Rechtsgeschäften ist in der Regel die Zustimmung beider Elternteile erforderlich (§ 1629 Abs. 1 S. 2 Hs. 1 BGB). Eine Ausnahme bildet §
110 BGB(Taschen
geldparagraph).