Referendariat: Prozessrecht & Klausurtypen
Die zivilrechtliche Urteilsklausur
Entscheidungsgründe
Abgabe einer Willenserklärung trotz vollstreckbaren Vergleichs
Abgabe einer Willenserklärung trotz vollstreckbaren Vergleichs
4. April 2025
5 Kommentare
4,8 ★ (3.839 mal geöffnet in Jurafuchs)
+++ Sachverhalt (reduziert auf das Wesentliche)

K und B haben vor Gericht einen Vergleich geschlossen. Hiernach ist B verpflichtet der Grundbuchberichtigung zugunsten des K zuzustimmen. Dennoch erhebt K nun Klage gegen B auf Abgabe eben dieser Willenserklärung.
Diesen Fall lösen 73,1 % der 15.000 Nutzer:innen unseres digitalen Tutors "Jurafuchs" richtig.
Einordnung des Falls
Abgabe einer Willenserklärung trotz vollstreckbaren Vergleichs
Die Jurafuchs-Methode schichtet ab: Das sind die 3 wichtigsten Rechtsfragen, die es zu diesem Fall zu verstehen gilt
1. Der mit B geschlossene Vergleich gewährt K einen Vollstreckungstitel in Bezug auf die von ihm begehrte Abgabe der Zustimmung durch B.
Genau, so ist das!
Jurastudium und Referendariat.
2. Bei sämtlichen Vollstreckungstiteln auf Abgabe einer Willenserklärung erfolgt die Zwangsvollstreckung in gleicher Weise.
Nein, das trifft nicht zu!
3. Weil K bereits einen Vollstreckungstitel gegen B hat, fehlt es seiner Klage am allgemeinen Rechtsschutzbedürfnis.
Nein!
Jurafuchs ist eine Lern-Plattform für die Vorbereitung auf das 1. und 2. Juristische Staatsexamen. Mit 15.000 begeisterten Nutzern und 50.000+ interaktiven Aufgaben sind wir die #1 Lern-App für Juristische Bildung. Teste unsere App kostenlos für 7 Tage. Für Abonnements über unsere Website gilt eine 20-tägige Geld-Zurück-Garantie - no questions asked!