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Gefahr im Verzug als Ausnahme vom Richtervorbehalt bei der Durchsuchung
Sachverhalt
Reduziert auf das Wesentliche
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Anordnung der Wohnungsdurchsuchung durch die Staatsanwaltschaft – Eilkompetenz
Polizist P erlangt Kenntnis davon, dass sich in der Wohnung des inhaftierten Beschuldigten ein Koffer mit wichtigen Dokumenten befindet. P teilt dies Staatsanwältin S mit. Diese ordnet daraufhin sofort eine Wohnungsdurchsuchung an, weil sie irrig von einer Gefahr im Verzug ausgeht. Der Koffer wird gefunden und sichergestellt.

Wiederaufleben der Eilkompetenz bei verzögerter richterlicher Anordnung
Die Wohnung des B soll durchsucht werden. Dazu beantragt Polizist P beim Ermittlungsrichter R eine Durchsuchungsanordnung. R lehnt den Erlass einer solchen ohne Vorlage weiterer Unterlagen ab. P sorgt sich, dass durch die dadurch bedingte Verzögerung ein Beweismittelverlust droht und ordnet nun selbst die Durchsuchung an.