Examensrelevante Rechtsprechung > Rechtsprechung Zivilrecht
Fall zu Schockschäden (BGH v. 06.12.2022 - Urt. v. VI ZR 168/21): examensrelevante Rechtsprechung | Jurafuchs
Der BGH hatte zu entscheiden, ob Vater (K), dessen Tochter von einem Straftäter (B) sexuell misshandelt wurde, aufgrund von tiefgreifenden Depressionen Schmerzensgeld verlangen kann. Der BGH bejahte einen Schmerzensgeldanspruch nach §§ 823 Abs. 1, 253 Abs. 1, 2 BGB.

Zivilrecht > Schadensrecht
Umfang der Schadensersatzpflicht bei Rentenneurose
A erleidet bei einem durch B verschuldeten Auffahrunfall diverse Prellungen. Obwohl die Prellungen unproblematisch verheilen, meint A, er leide fortwährend an Schmerzen und könne deshalb keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen und habe deshalb einen Verdienstausfallschaden. Gutachter G stellt fest, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht auf der Körperverletzung beruht, sondern auf einer mangelhaften Verarbeitung des Unfallereignisses durch A.

Zivilrecht > Schadensrecht
Reserveursachen 3 / Schadensanlage
Autofahrer A verletzt den 40-jährigen Fliesenleger F fahrlässig so schwer, dass F seiner Erwerbstätigkeit als Fliesenleger bis zum Rentenalter nicht mehr nachgehen kann. Ihm entgeht damit ein Monatseinkommen von €3.000. F hätte aber aufgrund eines chronischen Hexenschusses seine Berufstätigkeit ohnehin sechs Monate später aufgeben müssen.

Zivilrecht > Schadensrecht
Vorhaltekosten
T hat 20 Taxis für seine 20 Fahrer. Außerdem hält er ein angemeldetes Reservetaxi, um bei einem Unfall keine Gewinnausfälle zu erleiden. A beschädigt fahrlässig ein Taxi des T. Für die Zeit der Reparatur verlangt T von A anteilig €200 für die „Vorhaltung“ des Reservetaxis (Abschreibung, Steuern, Instandhaltung).