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Ehefrau gibt Mann tödliche Dosis Insulin – Tötung auf Verlangen oder Suizid?

Klassisches Klausurproblem
einfach
schwer73 % lösen richtig
9. Mai 2023
34 Kommentare

Sachverhalt

Reduziert auf das Wesentliche
Eine Frau injiziert ihrem krank im Bett liegenden Ehemann Insulin.
Emil (E) ist unheilbar krank und hat jeden Lebenswillen verloren. Seine Frau Fanny (F) reicht ihm einen tödlichen Medikamentencocktail, den er einnimmt. Zusätzlich bittet er F ihm eine tödliche Dosis Insulin zu spritzen, da er hierzu zu schwach ist. E schläft kurz darauf ein und verstirbt an dem Insulin. Ein Notarzt hätte dies verhindern können.

Einordnung

In dieser umstrittenen Entscheidung befasst sich der BGH wieder einmal mit der feinen Grenze zwischen straffreier Beihilfe zum Suizid und der strafbaren Tötung auf Verlangen. Dem Fall lag die Konstellation zugrunde, dass eine Frau auf Drängen ihres schwerkranken Mannes diesem eine tödliche Insulinspritze gab. Obwohl der Ehemann also selbst keine aktive Handlung unternahm, nahm der BGH im Ergebnis hier lediglich eine straflose Beihilfe zum Suizid an.

Examen-Relevanz

Dieser Fall lief bereits im 1./2. Juristischen Staatsexamen
Examenstreffer Bayern 2022Examenstreffer NRW 2023

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